Aggressionen stecken in jedem von uns

 

Bei manchen tief drinnen, bei anderen brechen sie bei jeder Gelegenheit hervor.

Aggressionen sind normal und hilfreich. Aggressionen abzubauen ist wichtig für unsere physische und psychische Gesundheit. Dennoch wird der Begriff Aggression in unserer Gesellschaft negativ bewertet. Dabei ist es nicht die Aggression selbst, sondern der Umgang mit ihr, der für uns und andere negativ ausgehen kann.

Aggressives Verhalten ist eine Möglichkeit Enttäuschung, Angst und Wut abzubauen. Wir können sie wählen oder nach anderen Lösungswegen suchen. Kinder haben es ungleich schwerer als Erwachsene, eine freie Wahl zu treffen. Sie kennen den Unterschied zwischen kognitivem und gefühlsmäßigem Handeln noch nicht. Trotzdem verlangen viele Erwachsene, dass selbst kleine Kinder ihre Impulse schon kontrollieren können müssen.

 

Immer mehr Kinder verbringen immer mehr Zeit in öffentlichen Einrichtungen

 

Egal welchen Erziehungsstil und welche Erziehungsmethoden Eltern auch bevorzugen und ob diese den Pädagogen in Kita und Grundschule gefallen oder nicht, in den Institutionen treffen alle Kinder irgendwann aufeinander. Hier muss man allen Kindern gerecht werden, alle müssen gleichermaßen gefördert und gefordert werden.

 

Sozialisation ist etwas, das ein Kind in der Gemeinschaft lernen muss, um im späteren Leben Krisen und Konflikte auf sozial verträgliche Weise lösen zu können. 20-25% der Grundschüler gelten jedoch als leicht irritierbar, labil, impulsiv, wenig belastbar und unbeherrscht. Diese Kinder tragen ihre Konflikte meist körperlich aus und reagieren in unbedeutenden Situationen mit überzogenem aggressiven Verhalten.

 

Was passiert, wenn Kinder nicht genügend sozialisiert sind, erleben wir tagtäglich.Wer nicht kooperiert und sich nicht eifügen kann, hat es schwer. Eine Spirale wird in Gang gesetzt, die die Chancen der betroffenen Kinder auf ein erfolgreiches Erwachsenenleben drastisch sinken lassen.

 

Wie aber können wir Kindern helfen, die dazu neigen ständig zu explodieren?

 

Aggressionsmanagement bedeutet hier, aggressivem gewalttätigem Verhalten vorzubeugen und nach Möglichkeit destruktive Ausbrüche zu verhindern. Dazu müssen wir analysieren, was hinter der Wut der Kinder steckt, ob es sich um konstruktive oder destruktive, zerstörerische Wut handelt und wie wir ihr begegnen wollen.

 

 

Kern meines praxisorientierten Aggressionsmanagements , das sich speziell mit den Bedürfnissen von Kindern und ihrem jeweiligen Entwicklungsstand befasst, ist es nicht, die Persönlichkeit des Kindes ändern zu wollen. Sie sind, wie sie sind und das akzeptieren wir. Was wir ändern wollen und müssen, ist die Art und Weise, wie Kinder Konflikte wahrnehmen und austragen.

 

Auch wenn es manchmal unmöglich erscheint, die Ursachen destruktiver, zerstörerischer Wut zu beseitigen, so können wir dem Kind auf jeden Fall unser Verständnis und unsere Wertschätzung beweisen, indem wir mit ihm in den Dialog treten, ihm unsere helfende Hand reichen, eine auf Vertrauen basierende Beziehung aufbauen und ein positives Vorbild sind.

 

Lassen wir die Kinder, die sich in ihrer Not nur noch auf aggressive Weise zu wehren wissen, nicht länger allein. Grenzen wir sie nicht weiter aus.

Mit meinen Kursen möchte ich Ihnen das dafür nötige Hintergrundwissen vermitteln und praxisnahe Lösungsstrategien vorstellen.

 

Näheres dazu entnehmen Sie bitte meinen Blogartikeln.